Life Hacks fürs Autofahren

Als Freelance-Autofahrer à la Carsharing hat man es immer wieder mit anderen Automodellen zu tun – jedes Mal spürt man also den Kitzel der Herausforderung. Hier sind ein paar Tipps und Tricks, die euch diesen Challenge vereinfachen.

1. Na, saß mal wieder ein Hüne im Auto?

Wenn man leichtfüßig in sein erwähltes Auto steigt und quasi im Sitzen umfällt, da die Fahrzeugbestuhlung ausgefahren ist wie eine Recamiere von Kleopatra, gibt es diese Sekunde in der man sich fragt: Wer zur Hölle saß hier bloss? Ein NBA-Star vielleicht? Ein Riese aus vergangenen Tagen?
Andersherum gehts genauso, wenn man denn auf Anhieb ins Auto reinkommt, sich dabei diverse Quetschungen zuzieht, mit dem Schädel an der Windschutzscheibe klebt und sich vorstellt wie ein Vierjähriger hier souverän eingeparkt hat.
Manche Körpergrössen sind halt so. Manche Atzen sehen aber ihre Fahrposition als Modeaccessoire und haben zuviel Grand Theft Auto gespielt. Merke: Das sieht bekloppt aus!
Also für alle hier nochmal die ultimative Faustregel der Sitzeinstellung:
120 Grad sind das Zauberwort. Beine und Arme nie komplett durchdrücken: Lenkrad und Gaspedal sollten nah genug dran sein, dass man immer noch leicht gebeugte Arme und Beine hat. Und natürlich schön gerade sitzen – das unterstreicht außerdem auch die eigene Health – Avocado-Style – Coolness.
Für den Rückspiegel gilt: die Spiegelmitte sollte die Mitte der Heckscheibe zeigen. Die Seitenspiegel sollten immer so eingestellt sein, dass der hintere Teil des Autos immer noch zu sehen ist und die Fahrbahn hinter einem mittig eine horizontale Linie ergibt.
Tu es. Für Dich und eine bessere Carsharing-Welt.

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2. Hier riecht doch was.

Carsharing eignet sich auch super, mal eben was zu Essen zu holen. Ist bei Salat jetzt zum Beispiel nicht so schlimm. Grenzwertig dann doch, wenn das zu Verköstigende ein schöner Döner “Mit Alles und Knoblauch” war oder vier Portionen Chinapfanne mit Röstzwiebeln.
Ultimativer Life-Hack dafür: Feuchttücher über die Lüftung und sekundenschnell duftet Euer Gefährt wieder frisch und blumig. Ja, doch, Feuchttücher sind nützlich, ihr werdet schon sehen.

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3. Das Rein und Raus im Stau

Sei schlau, vermeide Stau. Ja, da kann man schon mal mit den Augen rollen. Da diese nervige Verkehrssituation sich aber leider meistens NICHT vermeiden lässt – Denk dran: Spuren wechseln wie auf der Kinderkegelbahn BRINGT NICHTS. NEIN WIRKLICH NICHT. Das ist nur ein rein psychologischer Effekt, der Euch vorgaukelt schneller voranzukommen. Verursacht aber hinter Euch noch mehr Stau. Endlich Zeit für Hörbücher.
Die ganze Suppe zu umfahren ist auch kontraproduktiv, ist ein Stau weniger als 10 km lang, dauert das Umfahren mehr, als das einfache Abwarten. Und vergesst bloß nicht das heilige Reißverschlussverfahren!

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4. Easy Parking

Traumvorstellung: Schon eine halbe Stunde auf Parkplatzsuche, dann Erlösung – vorm vollbesetzten Hipstercafé ist was frei. Wenn’s komplett daneben passt, passt es auch rein! Trotz Matchasojalatte schlürfenden Beobachtern gilt: Nicht stressen lassen! (Die haben eh wahrscheinlich nicht mal nen Führerschein)
Für alles andere hier noch mal zum Nachlesen, denn auch seitwärts Einparken ist gar nicht so schwer. Parallel zum Vorderauto stehen bleiben, so dass der eigene Sitz auf Höhe des Rücksitzes des anderen Autos ist, Lenker bis zum Anschlag rumdrehen (ist die Parklücke rechts hinter einem, dann rechts rum drehen, ist sie links hinter einem – ihr wisst schon), Rückwärtsgang rein und zurückziehen, bis die Hälfte des hinter einem stehenden Autos im Rückspiegel auftaucht. Dann das Lenkrad wieder mittig halten und weiter zurück. Der Rest ist nur noch Anpassen.
Rückwärts einparken funktioniert ähnlich: euer Seitenspiegel sollte auf Höhe des Nummernschildes des anderen Autos sein, das hinter euch in der Reihe parkt, danach Lenkrad rumreißen und drehen, bis man parallel zum anderen Auto ist. Und ab in die Parklücke. Vorwärts gilt quasi dasselbe: Seitenspiegel auf Höhe des Nummernschildes des anderen Autos sein (diesmal aber des Autos, das vor euch in der Reihe stehen wird, nicht nach euch), Lenker rumdrehen, langsam einrollen. Dabei nie die Nerven verlieren – der Weg ist das Ziel (Eigentlich nicht, aber klingt weise). Wer möchte, kann auch mit Matchbox-Autos üben. Viel hilft viel.

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