Die besten Spätis Berlins

„Tabakwaren I Mann am Späti“ von Sascha Kohlmann ist lizensiert unter CC BY 2.0

Wir leben ja bekanntlich in der Haupstadt der Spätis. Jeder, der hier wohnt, hat seinen eigenen Lieblingsladen – und kennt einen Späti-Palast in der Nähe, mit Sitzlounge, 730 Alkoholsorten und seltsamstem Zukaufgut. Windeln! Zahnstocher! Nasenspray! Alles, was halt so gebraucht wird.

Für die Unnützes-Wissen Fraktion: Ursprünglich ist der “Spätkauf” eine Ostberliner Erfindung für DDR-Nachschichtarbeiter, die dort ihren normalen Einkauf erledigten. Heute freut sich das clubbende Easyjet-Set über 900 Spätis in ganz Berlin.

Der Späti um die Ecke ist immer der beste wenn man noch schnell Schoko-Nachschub braucht. Trotzdem – die folgenden Spätis feiern wir so sehr, dass wir dafür auch mal durch die halbe Stadt fahren würden.

Dusk till Dawn, Kreuzberg

Das Dusk till Dawn ist eine Kreuzberger Institution – als Treffpunkt, als Sammelstation für Partynächte oder zum Versacken. Abends läuft Musik und man kann sich an der großen Getränkeauswahl bedienen. Im Winter gibt es selbstgemachten Glühwein, im Sommer kann man es sich draußen bequem machen.

Wo: Skalizer Str. 99. Kreuzberg

 

The Market, Charlottenburg

The Market
ist die moderne Interpretation des guten alten Tante Emma Ladens. Neben einer großen Alkohol- und Snackauswahl gibt es eine richtige Supermarktausstattung, von frischem Brot über Suppen zu Haushaltszeugs. Gleichzeitig kann man Fahrräder leihen, die Hermes-Verstandstation nutzen und ein paar Berlin-Souvenirs abgreifen. Für Touris als auch für Locals optimal.

Wo:  Leibnizstr. 48, Charlottenburg

 

Whatever, Mitte

Dieser Späti ist der Ferrari unter den Kiosken Berlins und bietet neben extrem schmackhafter Einrichtung exquisite Getränke: unzählige Sorten Wein, ausgewählte Spirituosen und edelste Champagner. Die Besitzerin wählt sorgfältig aus, welche alkoholischen Getränke in die Regale kommen. Dabei erinnert Whatever eher an einen amerikanischen Liquor Store. Wenns mal ein bisschen edler sein soll – oder Ihr noch ein Last-Minute Geschenk braucht.

Wo: Torstraße 155, Mitte

 

Heil Quelle Späti, Neukölln

Über 40 Biersorten – und die sind noch nicht mal das Highlight in der Heil Quelle. Neben den Standards – Zeitschriften, Tabak, das ganze Programm – gibts hier auch alles,  was das Heimwerkerherz freut. Ne Schraube locker? Hier findet Ihr ein spezielles Angebot an Werkzeugen und Eisenwaren. Im Heil Quelle Späti (der Name abgeleitet vom Nachnamen der Besitzerin) findet Ihr außerdem gemütliche Sitzgelegenheiten und ein kleines, selbstbepflanztes grünes Fleckchen vor der Tür. Für seine freundliche Aufgeräumtheit ist dieser Späti geradezu berühmt.

Wo: Pannierstraße 58, Neukölln

 

Spätkauf Choriner Straße, Prenzlauer Berg

Hier gibt es Späti, Café und Hostel gleich in einem. Draußen kann man an kleinen, gemütlichen Holztischen sitzen und Kaffee oder Bier mit belegten Brötchen schnabulieren, drinnen befindet sich neben der üblichen Ausstattung ein Durchgang zum Hostel-Part. Dort gibt es mehrere Schlafgelegenheiten und eine Gemeinschaftsküche für die Späti-Nachtgäste. Der Spätkauf Choriner Straße zeigt, wie weit sich der Begriff ›Späti‹ dehnen lässt – und wie ausbaufähig sich diese alte Institution bis heute zeigt.

Wo: Choriner Straße 12, Prenzlauer Berg

 

Späti Weinbergsweg, Mitte

Der Späti Weinbergsweg ist als Treffpunkt im Zentrum besonders beliebt – sei’s als Ausgangspunkt für eine lange Party-Nacht oder auch nur als Unterschlupf bei Regen. Einmalig ist der Blick aufs geschäftige Treiben des Rosenthaler Platz. Für uns der ultimative Startplatz, bevor man sich in eine der stylischen Bars in der Umgebung begibt.

Wo: Weinbergsweg 1, Mitte

 

Was sind Eure Lieblingsspätis? Gibt es einen, der unbedingt hier in diese Liste muss?